Kleine Hommage an die Freiwilligenarbeit und was unser Event #undjetzt für Gefirmte und sonstige interessierte junge Menschen damit zu tun hat…

Freiwilligenarbeit- Der Kitt für ein gutes Zusammenleben.
Ich denke bei diesem Stichwort immer zuerst an meine frühere Nachbarin. Kinder hüten, für Kranke kochen, Alte begleiten, Einsame besuchen, Sprachunterricht für Geflüchtete. Immer wenn sie gebraucht wurde, sprang sie ein, als wäre das selbstverständlich. Als sie vor ein paar Jahren starb, war die Kirche voll, obwohl sie keine einflussreiche Person war. Man sah und spürte auf den ersten Blick, dass unzählige Leute ihre Hilfsbereitschaft gekannt und geschätzt hatten.

Anerkennung ist für die Freiwilligen ist wichtig, nein, extrem wichtig! Ihre Leistung ist nicht nur unbezahlt, sondern auch unbezahlbar, Ihre Beiträge bereichern uns alle, die gesamte Bevölkerung!

Viele von uns sind in ihrer Arbeit mit der Freiwilligenarbeit konfrontiert. Daher möchte ich ein paar Zeilen darüber berichten;)

Faktencheck:
39 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz im Alter ab 15 Jahren sind formell freiwillig innerhalb von Vereinen oder Organisationen tätig; 46 Prozent leisten informelle Freiwilligenarbeit. Freiwilligenarbeit ist Milliarden wert. Ohne sie würde vieles stillstehen.

Um das Potenzial der Nicht-Freiwilligen zu nutzen, müssen die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freiwilligenarbeit gefördert werden, die Engagements sinnvoll erscheinen und die Einsätze flexibel organisiert sein. 40 Prozent der Nicht-Freiwilligen würden sich im Sozial- oder Umwelt-Bereich engagieren, nur 10 Prozent würden in den Bereichen Politik oder Religion wirken.

Ohne Bezahlung?
Herausforderung, Verantwortung und abwechslungsreiche Tätigkeiten motivieren mehr als Geld: Wer sich freiwillig in Vereinen und Organisationen engagiert, will mit anderen Menschen etwas unternehmen und bewegen, ihnen helfen, sich dabei weiterentwickeln, die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern sowie Spass haben.

Knackpunkte
Einen Knackpunkt für die Freiwilligenarbeit bedeutet die immer höhere Flexibilität, welche die Arbeitswelt erfordert. Immer weniger sind Leute in der Lage, sich für ein langfristiges und kontinuierliches Engagement zu verpflichten. Wer etwa beruflich stark engagiert ist, hat kaum freie Ressourcen. Wer jung und mobil ist, will sich nicht langfristig verpflichten.

Und jetzt? Oder #undjetzt?
Auf diese Herausforderung braucht es kreative Antworten – eigentlich möchten sich ja viele Leute nach wie vor engagieren. Wir müssen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Formen freiwilligen Engagements finden. Solche Möglichkeiten einzurichten, ist nicht einfach. Vereine, Stiftungen und Gruppierungen, die mit Freiwilligen arbeiten, müssen immer wieder neue Lösungen suchen.

So bleiben schliesslich zwei Erkenntnisse. Erstens: Freiwilligenarbeit bleibt unverzichtbar. Zweitens: Sie braucht aber neue, flexiblere Formen.

Dies bringt mich gleich zu einem persönlichen Anliegen; einem Event, #undjetzt, organisiert von unserer Fachstelle Jugend und junge Erwachsene welcher kommenden 19. September in Aarau stattfindet. Eine Art Nachfirmtreffen, bei welchem die Gefirmten jungen Leute diverse soziale Institutionen, Projekte und Angebote aus erster Hand kennenlernen können und sich informieren, wie und wo man sich in und für die Gesellschaft wie auch für die Umwelt (Thema Nachhaltigkeit) engagieren kann. Aber auch von welchen Angeboten sie selber profitieren können. Du wurdest gefirmt, und jetzt? Da kann man einiges Erfahren wie es weitergehen kann. Also, ein bisschen Werbung, nein, ein bisschen viel Werbung von euch bei euren Jugendlichen wäre daher wunderbar;) und auch wichtig, denn ihr seid es, welche direkt mit den jungen Leuten im Kontakt steht. Ihr erreicht sie am besten. Wir freuen uns auf viele Jugendlichen und jungen Erwachsenen und auf interessante Inputs an diesem Tag. Ihr könnt auch gerne als Gruppe kommen.

Mehr Infos& Anmeldung findet ihr unter
https://laeuftbeiuns.ch/projekte/undjetzt-2021/

Weitersagen: