Ich bin weder Theologe noch Religionspädagoge. Meine theologischen und kirchlichen Grundlagen sind primär durch meinen Glaubensweg definiert.

Sie beruhen auf dem, was meine Grossmutter, meine Mutter, meine Religionslehrpersonen und Jubla-Präsides mir mitgegeben haben und was ich danach kritisch hinterfragt habe. Meine Erlebnisse in meiner Kindheit und Jugend, aber vor allem danach die Auseinandersetzung im jungen Erwachsenenalter und auch heute immer wieder. Jungwacht Blauring, aber auch Prozessionen an Pankratius. Dies ist meine Grundlage.

Was mache ich nun daraus? In einer Zeit in welcher immer wieder moniert wird, Eltern geben ihren Kindern keine kirchliche Sozialisierung mehr mit.
Ich lasse meine Kinder primär selber entdecken. Geschichten von Jesus finden sie nämlich spannend, aber nur dann wenn sie von Urs als Radiopredigt erzählt werden, oder von unserem tollen Gemeindeleiter Karl-Heinz in den Familienfeiern. Aus meiner Sicht müssen 7jährige noch nicht wissen warum jetzt genau Pfingsten gefeiert wird oder was an Ostern passierte. Ausser natürlich sie fragen danach.

Viel spannender fanden meine Jungs nämlich den Jakobsweg-Stempel in der Kapelle in Brigels, auf welchen wir auf einer Wanderung an Pfingsten trafen. Was denn der Jakobsweg sei, wurde ich gefragt. Dass Bekannte und Verwandte von uns schon auf dem Jakobsweg unterwegs waren, machte es auch für die Kinder spannend und schon Tage danach wurden die betreffenden Jakobsweg-Pilgerinnen weiter befragt.

Zusammen unterwegs sein, zusammen entdecken und neugierig bleiben. So gefällt mir die Glaubensvermittlung. Auch als soziokultureller Animator.

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