Wie Dominik Schenker in seinem Buch «Organisierte Freiheit» Jugendarbeit der katholischen Kirche in der Deutschschweiz schön beschrieben hat «Die kirchliche Jugendarbeit ist auf die Soziale Arbeit (resp. die Soziokulturelle Animation als Teil der Sozialen Arbeit) als Referenzwissenschaft für die Offene Jugendarbeit angewiesen».

Seit drei Jahren ermöglicht mir die Fachstelle Jugend und junge Erwachsene der röm. kath. Landeskirche Aargau einen Praxisplatz, welcher mit dem Studium der Gemeindeanimation an der hf Luzern gekoppelt ist. Gemeindeanimation arbeitet im Feld der Soziokultur.

Gemeindeanimator*innen fördern den sozialen Zusammenhalt der Bevölkerung sowie die Verbesserung der Lebensqualität in Bezug auf das soziale und kulturelle Zusammenleben in der Gemeinde oder im Quartier.

Sie setzen sich für bessere Lebensbedingungen der Bevölkerung, insbesondere jene sozial benachteiligter Gruppen, ein und fördern die Partizipation.

Gemeindeanimator*innen arbeiten gemeinwesen- und sozialraumorientiert. Das heisst, sie orientieren sich bei ihrer Arbeit stark an den Interessen und am Willen der Menschen vor Ort . Sie unterstützen Eigeninitiativen und Aktivitäten zur Selbsthilfe und konzentrieren sich auf die Ressourcen der Bevölkerung.

Gemeindeanimator*innen stellen Kontakte her, pflegen Netzwerke, vermitteln zwischen lokalen Akteuren, Fachstellen, Milieus, Altersgruppen, Profis und Freiwilligen, vernetzen diese miteinander und fördern den Dialog zwischen verschiedenen Interessengruppen.

Ich hoffe, dass in Zukunft auch mehr Pfarreien auf die Ressourcen der Soziokultur resp. der Gemeindeanimation zugreifen und auch selber Ausbildungsplätze und Stellen für diese Berufsfelder schaffen wird, denn dies ist eine gute Chance für die Kirche, am Puls zu bleiben und als aktiver «Player» den sozialen Wandel gut gerüstet und lebensweltnah mitzutragen.

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