Das vergangene Jahr liess ja gewisse Emotionen aufkommen. Freiheitsgefühle, Solidarität und Hasskommentare. Versteht mich nicht falsch, es gab so vieles neues im letzten Jahr, so viele Veränderungen und Anpassungen, da kamen die Emotionen ja nicht zu kurz. Aber was vielen fehlt, sind sozialgesteuerte Emotionen. Gefühlsregungen aus Aktionen und Reaktionen. Durch Beziehungen und Nähe. Emotionen durch Sport und Kultur. Und da kamen wir wirklich zu kurz.

Die Profi-Fussballer vermissen die Emotionen der Fans, die Theaterspielenden die Nähe zum Publikum und gar den Sicherheitsbeauftragten von Clubs oder Konzertlokalen fehlt die menschliche Reizung.

Und oft sind es eben diese Emotionen welche uns ewig in Erinnerung bleiben. Das Konzert der Lieblingsband, ein Tor von der Lieblingsspielerin, eine Auseinandersetzung im angetrunkenen Zustand.

Und dann gibt es noch die Emotionen welche von tief unten kommen. Aus der Seele, aus unserem Innersten. Die verletzlichen Seiten besonders gefährdet. Als Vater oder Mutter von Kindern, als Kind von gestorbenen Eltern(teilen) ist man besonders anfällig. Da sind hormonelle und seelische Komponenten dabei, die lassen die Gefühle hochkommen, da lässt man diese auch zu.

Da hört man ein Lied, schaut einen Film oder sieht nur ein Bild und schon fliessen Tränen, das Kinn zittert und man kriegt sich nicht so schnell wieder ein. Ihr wisst schon was ich meine, oder?

Aufgrund unseres aktuellsten Projektes „Ent-Sorgungs-Stelle“ war ich auf Musikrecherche. Und dann trifft mich plötzlich dieses Musikvideo von Revolverheld: https://youtu.be/Vf0MC3CFihY
Das Kinn zittert, die Tränen kommen, ihr wisst wie das läuft.

Emotionen, voila.

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